Besiedelt wurde das Gebiet Nord-Ossetiens noch im tiefen Altertum. Ab dem 7. Jahrhundert vor Christus wanderten in den Nordkaukasus iranischsprachige Stämme der Skythen ein, ab dem 4. Jahrhundert nach Christus kamen die mit ihnen verwandten Alanen (Sarmaten), die direkten Vorfahren der heutigen Osseten. Im 7. Jahrhundert bildete sich das frühfeudale Staatswesen Alanien heraus, dessen offizielle Religion ab Ende des 9. Jh. Das Christentum wurde. Zahlreiche Bauwerke aus jener Zeit zeugen noch heute vom Glanz Alaniens, das damals enge Kontakte mit Georgien, Kiever Rus und der Byzanz besass und durch dessen Gebiet die berühmte Seidenstrasse ging. Im 13. Jahrhundert wurde Alanien-Ossetien von Mongolen verwüstet. In späteren Jahrhunderten bewirkte die Gefahr seitens der moslemischen Osmanen und Krimtataren Ossetiens Orientierung nach Russland, dem es schließlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts freiwillig beitrat. Nach dieser Zeit entwickelte sich Wladikavkas immer mehr zum Handelszentrum des gesamten Kaukasus.
1810 erfolgte die Trennung zwischen Nord- und Süd-Ossetien, der Südteil wurde dem damals zu Russland gehörenden Georgien zugeschlagen.Im Industriesektor ist die Republik vorwiegend durch Buntmetallurgie, Maschinenbau, Glas-, Holz- und Nahrungsmittelindustrie gekennzeichnet. Der Grossteil der Industrie ist in Wladikavkas, aber auch in Beslan und Alagir konzentriert. Zwei große Wasserkraftwerke haben einen wichtigen Stellenwert in der regionalen Energiewirtschaft. Landwirtschaftlich spezialisiert sich die Republik auf Weizen-, Mais-, Sonnenblumen- und Weinanbau, Haltung von Schafen und Rindern.
„Kinder
der Sonne – Die Narten.
Das große Epos des Kaukasus“ hrsg. von André Sikojev
